Asylanträge: Die katastrophalen Folgen schlechter Dolmetscher

Übersetzern beim Bundesamt für Migration kommt bei vielen Asylanträgen eine zentrale Rolle zu. Die Flüchtlingskrise zeigt jedoch: Viele sind den Aufgaben nicht gewachsen. Die Leidtragenden sind die Asylbewerber.

Es ist 8.30 Uhr in der Früh und Alhareth Alaa ist gestresst. Ihm ist bewusst, wie viel bei seinem Termin beim Bundesamt für Migration in Berlin (BAMF) auf dem Spiel steht: Seine Vergangenheit wird bis ins kleinste Detail beleuchtet, seine unmittelbare Zukunft bestimmt werden.

Alles an diesem Tag, alles an seinem Asylverfahren wird von seiner Geschichte abhängen: Sein Leben in Bagdad, die Todesdrohungen, seine Entführung, die Ermordung seines Vaters.

Über vier Stunden lang webt Alaa die vielen kleinen Details seiner Biographie zu einem dichten Netz zusammen. Er spricht auf Arabisch, ein Dolmetscher übersetzt seine Geschichte ins Deutsche. Alaa verlässt das  BAMF nach dem Termin voller Selbstbewusstsein. Offizielle Dokumente untermauern seine Geschichte, zudem versichert ihm der Interviewer, dass Deutschland „Leute wie ihn“, einen ausgebildeten Pharmazeuten, der fünf Sprachen fließend beherrscht, brauche. (weiterlesen)

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